Das war spannend. Drei – zwei – eins – meins. Zum ersten Mal habe ich mir etwas bei Ebay ersteigert. Auf diversen Flohmärkten hatte ich bereits Ausschau nach einer alten Küchenwaage gehalten. Bisher ohne Erfolg. Bei Recherchen stieß ich auf eine Waage bei Ebay. Es hat eine ganze Weile gedauert. Laufend wurden weitere Küchenwaagen angeboten und immer wieder wurde mein Gebot überboten. Nun hat es geklappt und das zu einem akzeptablen Preis. Hier ist das gute alte Stück!
Heute habe ich den Rebenkranz aus unserer Küche ein wenig umgestaltet.
Zutaten: Eine selbstgebaute Metallglocke , ein gehäkeltes Aufhängeband aus Paketschnur, Bucheckernhülsen, Metallherzen, die Gürtelschnalle eines ausgedienten Landhauskleides und ein herziger Landhauskettenanhänger.
Ich freue mich über das Ergebnis.
In den letzten Jahren verbrachten wir mehrere Familienurlaube an Nordsee und Ostsee. Dort am Meeresstrand spült das Wasser die Steine in den unterschiedlichsten Formen und Farben ans Land. Man findet zerklüftete Steine mit tiefen Gängen, aber auch in Form von Scheiben, Ei- und Kugelformen. Manche Steine sehen im nassen Zustand besonders schön aus und fühlen sich durch die glatt geschliffene Oberfläche auch gut an.
Unser Kind fand viele schön. Der Mini-Sammler sorgte dafür, dass es zu einer Stein-, Muschel-, Treibholz-Andenken-Sammlung kam, die bei uns zuhause undefiniert von einem Ort zum anderen wanderte. Dies hatte nach unserem Dänemark-Urlaub im letzten Jahr ein Ende, da ich die Sammelobjekte auf einem Zinkdeckel (eines alten Waschkessels bzw. Wurstkessels) arrangierte. Auf einem anderen Zinkdeckel im Garten finden seit 2 Jahren kleine Steingewächs- und Sukkulententöpfchen einen Platz.
Was soll ich sagen? Ich stehe immer noch unter den Eindrücken unseres Wanderurlaubs. Die imposante Bergregion Südtirols mal im Sommer erleben, rauschende Bergbäche, Seen mit smaragdgrünem Wasser, Wasserfälle, klare Gebirgsluft, saftige Bergwiesen mit Wildkräutern. Wilder Thymian und Glockenblumen am Wegesrand, Grillengezirpe, Bienensummen und unüberhörbar das Geläut der Kuhglocken.
Von den unterschiedlichen Glockentönen, hörte ich die dunkel läutenden am Liebsten. Ich war mir sicher, dass mein Mann eine ähnlich klingende Glocke aus Eisenblech nachbauen kann. Was er jetzt nach meinen Wünschen zusammen geschweisst hat, sieht aus wie eine verbogene Dose, hat einen handgeschnitzten Holzklöppel, ein aus Paketschnur gehäkeltes Band zum Aufhängen und hört sich wunderbar nach unserem Urlaub in den Bergen an.
Besucher können sich zukünftig an unserem Gartenaufgang mit Glockengeläut bemerkbar machen.
Am Vormittag besuchten wir den Velpker Flohmarkt. Es war trotz des launischen Wetters viel los und wir bummelten nach der Parkplatzsuche über den Schützenplatz. Einige professionelle Anbieter sind häufiger dort. Man kennt sich schon und manchmal wird nach einem kleinen Smalltalk auch ein Gegenstand (natürlich mit Feilschen) gekauft. An den meisten Ständen überfliegen wir das Angebot allerdings nur im Vorbeigehen. Heute hatten ein paar ältere Privatleute ihre Schuppen, Keller und Dachböden ausgemistet und wir sind wieder einmal fündig geworden. Ein Drahtkorb, eine Korbflasche, eine Puddingform und 4 eiserne Scharniere für unsere Gartenhaustür wechselten die Besitzer. Hat Spaß gemacht!
Auf der Suche nach Haken zum Aufhängen einer Blumenampel fand ich beim Altmetallhändler zwei große, stabile, rostige, schmiedeeiserne Haken aus Flachstahl, die ich an einen großen Ast unserer Hainbuche hängte. Zwischen die beiden verschnörkelten Haken hängte ich einen Eisenring, der vorher Außenring eines Handwagenrades war. Am unteren Ende baumelt nicht die Blumenampel (Für die habe ich inzwischen eine andere Lösung gefunden). Das rostige Glöckchen wirkt an diesem Ort viel besser.
“Können Sie auch ein abgenutztes Kreissägeblatt gebrauchen?” wurde ich gefragt. Kurzerhand nahm ich das Sägeblatt mit, ging damit eine Runde durch unseren Garten und fand, dass es flach auf den Boden gelegt am Besten wirkte. Am Ende eines mit Steinen gepflasterten Gartenweges setzte ich noch ein kleines Stück an. Als Trittplatte mittendrin liegt das Kreissägeblatt. Der Glättetest im Winter wird zeigen, ob es dort auch bleiben darf.
Zur Einweihung unseres Hauses hatten wir von Freunden eine Hopfenpflanze geschenkt bekommen, die sich in der Zwischenzeit prächtig entwickelt hat und vorwiegend das Regenabflussrohr unserer Dachrinne berankt. Wenn ich allerdings nicht aufpasse, wird alles was sich in der unmittelbaren Nähe befindet, mit bewuchert. Dies geschieht momentan mit meiner halbrunden, selbst geschmiedeten Wurst- bzw. Kräuterkrone. Da ich das ganz hübsch finde, werde ich es noch eine Weile dabei belassen. Im Herbst wird die Pflanze sowieso wie immer vollkommen zurückgeschnitten.
Manche Dinge entdecken Besucher unseres Gartens erst auf den zweiten Blick. So ist es z. B. mit der Hantel, die mit Efeu bedeckt seit einigen Jahren an unserer Sandstein-Trockenmauer lehnt. Im Grunde genommen war ich damals nur scharf auf die beiden Stahlkugeln, die auf zwei Steinpfeiler gesetzt werden sollten. So war mein Plan. Meinen Mann schickte ich die 50-Kilo-Hantel vom Schrotthändler holen. Das Problem war nur, dass er sich weigerte die Kugeln einfach abzusägen. Sie blieb ganz und hat seitdem ihren festen Platz im Garten.
In der vergangenen Woche gingen mein Mann und ich beim Schrotthändler auf Entdeckungstour, welcher uns zuvor benachrichtigt hatte, dass er noch ein Kupferblech und ein altes gusseisernes Stallfenster für uns zurückstellen würde. Außerdem fanden wir beim Stöbern noch ein gusseisernes Waschbecken, ein rostiges Eisenrohr, eine antike Zink-Saatschale und diverse Kleinteile.
Was Schrott ist, liegt im Auge des Betrachters. Etwas für das man keine Verwendung mehr findet, von dem man sich zur eigenen Erleichterung rechtzeitig trennen sollte. Dinge, die nur noch irgendwo herumfliegen und vielleicht auch noch kaputt sind, gehören auf den Müll wenn ihre Zeit endgültig vorbei ist. Aber Halt! Auf den ersten Blick hässlicher, unnützer Schrott kann mit etwas Geschick und Phantasie zu einer wunderschönen Deko, oder aber auch zu einem nützlichen Objekt wiederbelebt werden.
Zwei dieser verrosteten, mehrfach gestrichenen und teilweise verbogenen Eisenstuhlgestelle holte ich vom Schrotthändler, der mir mitteilte, dass es es sich dabei um alte DDR-Biergartenstuhlgestelle handele. Die Holzleisten werden bei diesen Modellen, im Sitzbereich längs aufgeschraubt und an der Lehne senkrecht. Hierdurch bekommt die Lehne eine sehr weiche, rückenfreundliche Wölbung, etwas das den Wessi-Biergartenstühlen vollkommen fehlt. Dort findet man die Wölbung durch die Querbelattung auf der Sitzfläche im Bereich der Kniekehlen wieder. Wir verfügen sowohl über Ossi- als auch über Wessi-Biergartenstuhl – quasi eine Ost-/West-Zusammenführung in ganz spezieller Form. Was jetzt noch fehlt, ist ein Stuhl mit Ost-Lehne und West-Sitzfläche…mal sehen, vielleicht berichten wir hier demnächst darüber
In Gifhorn fand ich durch Zufall einen gusseisernen Fuß für einen kleinen Gartentisch. Richtig schwer war er, eckig, mit Ornamenten verziert, schwarz, teilweise rostig und im oberen Bereich fehlten schon kleine Bruchstücke. So stand das Gestell, dessen Alter ich auf ca. 100 Jahre schätze, an einem Sperrmülltag im Dunkeln am Straßenrand. Ich hievte es in meinen Kofferraum und packte es zum Entsetzen meines Mannes in unserer Garage wieder aus. Über Größe, Stärke und Material der Tischplatte sollte ich mir Gedanken und ihm dann genaue Angaben machen, bis er eines Tages aus Douglasienholzdielen eine runde Tischplatte zimmerte. Sie wurde auf das mit Rostumwandler behandelte, schwarz lackierte Eisengestell geschraubt und mit Livos-Hartöl gestrichen. Klassisch schön steht der Bistrotisch in Kombination mit unseren restaurierten Biergartenstühlen auf der Terrasse. Dort, wo wir gern mal am späten Nachmittag sitzen, unser Käffchen schlürfen und den Garten genießen.
Früher waren Zinkgießkannen in vielen Gärten und auf Balkonen zu finden. Sie galten als praktische Helfer bei der Blumenpflege und waren wegen ihrer Beschichtung besonders gut vor Rost geschützt. Mit der Zeit kamen sie jedoch aus der Mode. An ihrer Stelle findet man jetzt Kannen aus Kunststoff in vielen Farben und Formen.
Gießkannen aus Zink sind für mich nicht nur perfekte Helfer beim Bewässern von Pflanzen, sie sind auch eine absolut tolle Dekoidee. In die Einfüllöffnung stelle ich z. B. manchmal meine Gartenschäufelchen oder andere Gartenwerkzeuge. Manche alte, eventuell schon beschädigte Gießkanne (Wasser läuft dann besonders gut ab) kann auch als Pflanzgefäß genutzt werden. Zum Bepflanzen wählt man am besten kleinwüchsige oder hängende Pflanzen (z. B. Minipetunien oder Verbenen). Die funktionstüchtigen Kannen kommen bei mir, trotz des Eigengewichtes noch häufig zum Einsatz. Einfach in das Regenfass getaucht und mal eben die durstigen Kübelpflanzen gegossen. Danach stehen sie wieder dekorativ im Garten herum.
Ich habe heute ein kleines Treffen organisiert und mache ein Familienfoto zur Erinnerung.
Manch einem ist sicher aufgefallen, dass den Kannen die Tüllen fehlen. Voilà! … Die Tüllenbande schaut ganz keck ums Eck!
Ein paar Leute aus unserem Dorf wissen inzwischen, dass ich an alten Dingen aus Metall interessiert bin. Aus diesem Grund durfte ich neulich beim Ausräumen eines kleinen Stallgebäudes dabei sein und fand u. a. eine längliche alte Zinkbadewanne, die mein lieber Schatz nun nach meinen Vorstellungen zum praktischen Gartenregal umgebaut hat. Nach dem Ausmessen, fertigte er Pappschablonen an und passte vier, danach aus Douglasienbrettern zurecht gezimmerte Regalböden in die aufrecht gestellte Wanne ein. Perfekt!! Anschließend wurde sie auf einen Ziegelsockel gestellt und mit den Wannenfüßen an die rückwärtige Stellwand gelehnt. Und nun? … Einräumen! … Toll finden!
Im Mai 2010 stiessen wir auf einem Flohmarkt im Wendland auf ein altes gusseisernes Stallfenster. Trotz des olivgrünen Anstrichs, konnte ich damals schon seine Schönheit erkennen. In den Öffnungen befanden sich noch Glasreste und Kitt, was den Transport dieses gewichtigen Teiles nicht gerade vereinfachte. Die nächsten Herausforderungen waren das Abschleifen des Lackes mit einem Drahtbürstenaufsatz, das Behandeln mit Rostumwandler und das Anstreichen mit schwarzer Farbe. Sogar das Ausstellfenster ist wieder voll funktionstüchtig. Nun erstrahlt es im neuen Glanz und steht übergangsweise auf unserem Küchensideboard.
Als der Tulpenstrauss verblüht war, konnte ich mich nicht von dem Grünzeugs drumherum trennen. Kurzerhand schnitt ich das Heidelbeerkraut in handliche Zweiglein und wickelte diese mit Blumendraht um einen Drahtring. Der Zeitaufwand für das Binden hat sich wirklich gelohnt. Der struppige, grüne Kranz hängt nun an einem gusseisernen Gestell, welches früher an manchen Küchenherden als Ofenringhalter zu finden war.
Bei einem Altmöbelhändler ergatterte ich für wenige Euro eine alte braune, bekleckste, aber noch intakte Holztrittleiter. Sie sollte mit neuem Anstrich im Garten als Pflanzentreppe zum Einsatz kommen. Gedacht, getan, gestrichen, als Sichtschutz an die Terrassentür gelehnt und Pflanzen drauf. Im Laufe des heißen Sommers entschied ich mich wegen der Südlage für eine Umdekoration (siehe Foto). Flohmarktfunde, Zinkgefäße und Schlauchhalter finden hier nun ihren Platz.







































