Das ist schon seltsam. Früher fand ich solche Trophäen in den Häusern von eingefleischten Jägern oft unheimlich und ganz und gar nicht schön. Nur an Jagdhütten und Blockhäusern fand ich sie passend und dekorativ. Meine Einstellung hat sich nicht nur aufgrund der Jägermeister-Werbung im Laufe der vergangenen Jahre ein wenig geändert. In der letzten Zeit konnte ich beobachten, dass sich die Geweihe auch im Bereich der Wohndeko eingeschlichen haben. Mein Mann bekam kürzlich von einem Bekannten dieses mächtige Hirschgeweih geschenkt. Der Bekannte konnte dieses Erbstück aus Platzgründen nicht mehr behalten. Laut seiner mündlichen Überlieferung hatte sein Großvater das Tier angeblich vor ca. 50 Jahren in den Karpaten zur Strecke gebracht. Nachdem das Hirschgeweih 6 Umzüge mitgemacht hat, sollte es nun genug gewesen sein, weshalb er uns das Geweih überließ. Gleichzeitig überließ er uns damit aber auch eine Frage: “Wohin damit?” Dazu haben wir das Monstrum erstmal vermessen und gewogen. Dann folgte ein Rundgang durchs Haus. So fanden wir für den 14-Ender einen guten Platz im Keller, wo es nun den Treppenaufgang bewacht und jeden freundlich gesonnenen Besucher begrüßt. Das schicke Riesenteil hätte uns in den Wohnräumen sehr viel Platz geraubt und wäre dort zu dominant in Erscheinung getreten. Aber mit seinem Gewicht von 7,5 kg, einer Spannweite von 80 cm und einer Ausladung nach vorn von ca. 70 cm hat er jetzt einen tollen Job als Kellerwächter gefunden. Erstaunlich, wie alles immer wieder seinen Platz findet.
An Katzen mag ich gern, dass sie so eigenwillig, lässig, anschmiegsam und gemütlich sind. Die YouTube-Videos von Simon’s Cat sind zwar leicht übertrieben, aber der Autor scheint ein sehr guter Beobachter und Katzenliebhaber zu sein. Ich erkenne einige Eigenarten und Verhaltensweisen unserer Nachbarskatze wieder. Schmunzel. Viel Freude beim Anschauen! Mau….
Auf unserem Grundstück schaffen wir auf vielerlei Art und Weise günstige Bedingungen für die kleinen gefiederten Wesen. Die Bäume, Beerensträucher, Dornengestrüpp und Efeuwand bieten Nahrung, Schutz, Lande- und Nistmöglichkeiten. Um das Haus herum haben wir überall Nistkästen oder Bruthöhlen in verschieden Variationen angebracht und aufgehängt, die auch reichlich Zuspruch finden. Dies Angebot interessierte ein Vögelchen reichlich wenig.
Ende Juni entdeckte ich beim Öffnen eines Zimmerfensters in der ersten Etage auf der Südseite ein kleines napfförmiges Nest. Es schien zuerst unbewohnt, denn beim vorsichtigen Beobachten durch die Scheibengardine konnte ich in den folgenden Tagen keine Aktivitäten beobachten. Unsere Familie hatte den Beschluss gefasst das Fenster in der nächsten Zeit nicht zu öffnen und das Nest vorerst an Ort und Stelle zu lassen.
In der folgenden Woche entdeckten wir im Nest 2 kleine Eier. Am Tag danach legte das Grauschnäpperweibchen noch 2 hinzu. Unsere Terrassenaufenthalte, unterhalb des Nestes, haben wir in den letzten Wochen enorm eingeschränkt, da das schreckhafte Wesen bei Unruhe zu oft das Weite suchte. Jeden Tag schauten wir heimlich nach dem Gelege – Die Brutdauer kam uns unendlich lang vor.
Gestern früh war ich ganz aus dem Häuschen! Wir haben Nachwuchs! Vier nackige Piepmätze, mit noch verhältnismäßig viel zu großen Köpfen und Schnäbelchen.
Am 5. Tag: Die Kleinen haben schon gut zugenommen und gedeihen prächtig. An den Flügelchen kann man schon Gefiederansätze erkennen und die Körperchen sind mit dunklem Flaum besetzt. Ansonsten wird gefressen, gekuschelt und geschlafen.
Heute war sie wieder bei uns. Fast täglich sehen wir sie unseren Garten, ihr umkämpftes Revier, durchstreifen. Wir denken, dass sie auch von ihrem Wohn- und Schlafplatz (bei ca. 500 m entfernt wohnenden Nachbarn) aus Geräusche, wie z. B. Tellerklappern oder das Schließen der Zimmer- bzw. Balkontüren wahrnimmt. Vielleicht macht sie aber auch nur ein kleines Nickerchen ganz in unserer Nähe, im Garten, im weichen warmen Mulch. Könnte auch sein, dass sie für einen Moment die Jagd auf Mäuse satt hat…oder…oder…
Auf jeden Fall sehen wir sie dann an unserer Küchenterrassentür lauern und um Einlass bitten indem sie uns bezaubernd schöne Blicke zusendet. Wenn das nicht hilft, wird auf den Terrassentisch gesprungen und weitergemacht, ggf. wird zur Verstärkung noch ein wenig an der Scheibe gekratzt. Dieser Blick hat fast schon etwas Hypnothisches. Diese Augen – Wer kann da schon widerstehen? Wir nicht! Bettel! Ja, wir lassen sie natürlich in die Küche. Schnurrdiburr, um die Beine gestrichen, was das Zeug hält, hier und dort noch ein paar Streicheleinheiten abgeholt. Da war doch noch was. Na klar, gibt es hier ein kleines Leckerli. Im Winter bleibt sie danach machmal ein wenig, pflegt ihr Fell oder räkelt sich genüsslich auf dem angewärmten Fussboden. Im Sommer hat sie oft keine Zeit mehr. Draußen gibt es doch so viel zu Erledigen und zu Erleben. Zum Bespiel haben die Goldfische im Gartenteich gerade eine Glitzer-Live-Show in der Glasglocke abgeliefert. Das ist besser als Fernsehen………..
Wir haben sie auf jeden Fall in den letzten Jahren richtig lieb gewonnen. Irgendwann erfuhren wir in einem Gespräch mit den Nachbarn ihren Namen “Comtesse Miezi“. Das ist wirklich ein vorzüglich passender Name für solch eine majestätische Erscheinung.
Die Gnädigste hatte heute ein wenig Zeit für ein Fotoshooting. Sie ist wirklich eine Schönheit!
Beim Untersuchen meiner Rosen auf Ungeziefer, entdeckte ich an einem zerfressenen Blatt meiner Santana-Rose ein ungewöhnlich bizarr aussehendes, gut getarntes, grünes Fluginsekt. Es verharrte starr und unbeweglich auf dem abgezupften Blatt und ließ sich fotografieren, bevor ich es im Wald wieder absetzte. Beim ‘Googeln’ fand ich heraus, dass es sich um einen Nachtkerzenschwärmer handelt.
Auch in unserem kleinen Garten gibt es einen Teich….ganz klein…., unseren Miniteich. Anfang 2009, nachdem der Frost aus dem Boden war, stellte ich einen gebrauchten, dichten Mörtelkübel in das dafür vorgesehene Loch am Ende der Kräuterspirale. Eine Binse war das erste Grün, dazu kamen Sandsteine und Granite, damit evtl. hineinfallende Kleintiere sich vor dem Ertrinken hätten retten können. Von Freunden erhielt ich noch Schachtelhalme und Schwimmfarn. Der Kübelrand wurde mit Steinplatten belegt. Die Mückenlarven ließen nicht auf sich warten, Vögel nahmen die neue Badestation liebend gern an, einen kleinen Grasfrosch, Kröten und Libellen konnte ich beobachten. Als ich eines Tages von meinem Sohn hörte, dass kleine Fische im Teich seien, mochte ich meinen Augen kaum trauen. Zwei kleine schwarze Fischlein. Wie auch immer sie in den Teich gekommen waren, von diesem Tag an betrachtete die ganze Familie den Miniteich mit anderen Augen. Was waren das für Fische? Wie waren sie hineingekommen? Was würden sie fressen? Würden sie den Winter überleben? Im Dezember kam das Eis und taute erst Mitte März ab. Mitte April sah ich sie zum ersten Mal wieder und freute mich total. Die ‘Fischis’ hatten den harten Winter überlebt. Im Internet hatte ich herausgefunden, dass es sich um Moderlieschen handelte, die sich von Algen, Mückenlarven und anderen Kleininsekten und Gewürm ernähren. Da sie sehr scheu sind, bekamen wir sie nur selten zu sehen.
Dies sollte sich ändern. Eine große Glasglocke, die sonst der Pflanzenaufzucht diente, versenkte ich im Teich und zog sie mit Teichwasser in die Höhe, setzte sie auf Steinsockel, ließ nach unten einen Zugang zum Teich und füllte fehlendes Wasser auf. Die Fischis haben ihre Wasserglocke inzwischen sehr gut angenommen und geniessen anscheinend das aufgewärmte Wasser. Es ist total schön sie zu beobachten.















